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Politik-News zur Energiewirtschaft





Strom: Reiches neuer energiepolitischer Kurs verschiebt die Steuerungsmacht - teure Gaskraftwerke treiben die Strompreise

Münster - Die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplante Neuausrichtung der Energiepolitik führt nach einer Analyse des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) zu höheren und nicht zu sinkenden Strompreisen für Industrie und Verbraucher. Wird der Ausbau erneuerbarer Energien gebremst und wegfallende Kohlekraftwerksleistung verstärkt durch Gaskraftwerke ersetzt, bestimmen die hohen Kosten der Gasverstromung künftig immer häufiger den Börsenstrompreis. weiter...


WindSeeG-Novelle: Offshore-Windbranche drängt nach Nullrunde auf Differenzverträge

Berlin – Die Ausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) für neue Offshore-Windparks blieb 2025 erstmals komplett ohne Gebote. Die für 2026 vorgesehenen Ausschreibungen für zentral voruntersuchte Flächen wurden auf 2027 verschoben. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und die Stiftung Offshore-Windenergie fordern deshalb, das Vergabesystem in der laufenden WindSeeG-Novelle grundlegend zu ändern. weiter...


Streit um Kapazitätsmarkt: DUH und Green Planet Energy legen EU-Beschwerde gegen StromVKG ein

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Energiegenossenschaft Green Planet Energy haben bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) eingelegt. Sie kritisieren die Wettbewerbsbedingungen für Batteriespeicher und flexible Verbraucher. weiter...


Kostenlogik des Netzpakets infrage gestellt: EWI errechnet 70 Milliarden Euro Kostenvorteil – LEE NRW warnt vor falschem Fokus

Düsseldorf – Das Netzpaket der Bundesregierung soll unter anderem die Kosten für Redispatch und andere Engpassmanagementmaßnahmen senken und den Zubau erneuerbarer Anlagen stärker mit dem Netzausbau synchronisieren. Dass eine auf einzelne Kostenpositionen fokussierte Betrachtung nicht zwangsläufig zum kostengünstigsten Stromsystem führt, zeigt ein Gutachten des EWI im Auftrag des LEE NRW. weiter...


Netzanschlusspaket: Rechtsgutachten sieht Verfassungswidrigkeit – Windkraft-Investitionen in Gefahr

Berlin – Die Investitionssicherheit für den Wind-an-Land-Ausbau gerät ins Wanken: Ein vom Bundesverband Windenergie (BWE) beauftragtes Rechtsgutachten hält die im Netzanschlusspaket der Bundesregierung geplante Neuregelung des Netzanschlussrechts ohne angemessene Übergangsregelung für verfassungswidrig. Die Gutachter sehen darin einen Eingriff in geschützte Rechtspositionen und einen Verstoß gegen den verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz. weiter...


EU gibt Ländern mehr Spielraum für eigene Industriepolitik: Batteriespeicher in Slowenien, nachhaltige Flugkraftstoffe in den Niederlanden

Brüssel – Die EU-Kommission hat weitere nationale Förderprogramme auf Grundlage des Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF) genehmigt. Während Slowenien den Ausbau von Batteriespeichern unterstützen kann, erhielt die Niederlande grünes Licht für ein Förderprogramm zur Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe. weiter...


Deutschland setzt bei der Kernfusion auf Industrie – KIT übernimmt Schlüsselrolle beim Brennstoffkreislauf

Karlsruhe/Berlin – Deutschland richtet seine Strategie zur Nutzung der Kernfusion neu aus. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat drei nationale Forschungshubs eingerichtet, die zentrale Schlüsseltechnologien für künftige Fusionsreaktoren und Fusionskraftwerke entwickeln sollen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) übernimmt dabei mit dem Hub MAT-TRIX den Aufbau eines Kompetenzzentrums für den Brennstoffkreislauf, hochbelastbare Werkstoffe und Reaktorkomponenten. weiter...


EU startet Milliarden-Ausschreibung für KI-Gigafabriken – Schnelle Stromversorgung wird zum Wettbewerbsfaktor

Brüssel – Die EU-Kommission hat die Ausschreibung für den Aufbau von bis zu sieben AI Gigafactories gestartet und will damit Investitionen von mehr als 30 Milliarden Euro in Europas KI-Infrastruktur anstoßen. Für Betreiber großer KI-Rechenzentren ist Zeit inzwischen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Nur wer die benötigte Stromversorgung schnell bereitstellen kann, verschafft sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im globalen KI-Wettlauf. weiter...


EU baut Industriepolitik mit 1,5-Milliarden-Euro-Programm für Batteriezellfabriken aus

Brüssel – Mit einem neuen Förderprogramm für Batteriezellfabriken baut die Europäische Union ihren industriepolitischen Kurs zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen Batterieproduktion weiter aus. Die EU-Kommission stellt dafür zinslose Darlehen von bis zu 1,5 Milliarden Euro bereit. Gefördert wird gezielt die wirtschaftlich kritische Anlaufphase neuer Produktionsstandorte, in der viele Projekte trotz ausgereifter Technologie an hohen Kosten und Skalierungsrisiken scheitern. weiter...


Agri-Photovoltaik-Ausbau in NRW: Land weiht bislang größtes Projekt in Wadersloh ein

Wadersloh/Düsseldorf – In Wadersloh ist eine der größten Agri-Photovoltaikanlagen Deutschlands entstanden: Die Solarmodule schützen die Heidelbeer-Plantage eines landwirtschaftlichen Betriebs künftig vor Starkregen, Frost und Hitze und sichern dem Betrieb zusätzliche Einnahmen aus dem Stromverkauf. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat die Anlage gemeinsam mit NRW.Energy4Climate eingeweiht. weiter...


Kapazitätsmarkt startet: Erste BNetzA-Ausschreibung setzt auf Gaskraftwerke

Bonn – Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland verläuft deutlich zügiger, als es die aktuellen energiepolitischen Instrumente der Bundesregierung berücksichtigen. Im neuen Kapazitätsmarkt für gesicherte Leistung setzt der Bund mit der ersten StromVKG-Ausschreibung zunächst auf Gaskraftwerke – Batteriespeicher bleiben trotz ihres schnelleren Wachstums außen vor. weiter...


EU verbindet Strom, Emissionshandel und Industriepolitik zu neuer Wachstums- und Transformationsstrategie

Brüssel/Berlin – Die Europäische Kommission stellt ihre Energie-, Klima- und Industriepolitik strategisch neu auf. Mit dem am 17. Juli 2026 vorgestellten Electrification Action Plan und und dem parallel veröffentlichten Reformvorschlag des europäischen Emissionshandels (ETS) für den Zeitraum 2031–2040 verbindet sie den Ausbau der Elektrifizierung erstmals systematisch mit einer umfassenderen CO2-Bepreisung. weiter...