Windmarkt Frankreich: Nordex sichert sich Aufträge über 65 MW in Frankreich
Hamburg – Der Windturbinenhersteller Nordex hat in Frankreich zwei neue Aufträge über die Lieferung und Errichtung von Windenergieanlagen für zwei Onshore-Windparks erhalten. Die Verträge umfassen die Lieferung von sechs Turbinen des Typs N163/5.X, sechs Turbinen des Typs N131/3.X und einer Turbine des Typs N149/5.X mit einer installierten Gesamtleistung von 64,7 MW. Jeder Vertrag beinhaltet auch einen mehrjährigen Service- und Wartungsvertrag.
Die Auslieferung und Errichtung der Turbinen für die Windparks in den französischen Départements Morbihan und Aisneare soll Mitte 2026 beginnen. Im Morbihan werden Anlagen der Generation Delta der 3-MW-Klasse mit Nabenhöhen von 84 Metern installiert. In Aisneare werden Turbinen der 5-MW-Klasse auf Türmen mit Nabenhöhen von 118 und 125 Metern installiert. Die Namen der Kunden und der Windparks werden laut Nordex nicht bekannt gegeben.
Die Nordex-Aktie zeigt im heutigen Handel bislang nur wenig Dynamik. Aktuell notiert der Kurs des RENIXX-Konzerns mit +0,11 Prozent bei 17,51 Euro (14:00 Uhr, 27.05.2025, Börse Stuttgart).
Zum aktuellen Stand der erneuerbaren Energien in Frankreich
In Frankreich waren zum Ende 2024 regenerative Kraftwerke mit einer Leistung von rund 74.300 MW am Netz. Davon entfielen auf die Wasserkraft 24.640 MW (ohne Pumpspeicher), darauf folgt die Windenergie mit insgesamt rund 24.600 MW, davon etwa 1.500 MW in Offshore-Windparks. Die Solarenergie lag bei rund 21.530 MW und die Bioenergie bei 3.350 MW.
Im laufenden Jahr 2025 ist nach Schätzungen von Wind Europe mit der Installation von Onshore-Windturbinen mit einer Leistung von rund 1.850 MW und Offshore-Turbinen mit rund 560 MW zu rechnen.
Damit hinkt die Entwicklung der Offshore-Windenergie den Ausbauzielen in Frankreich allerdings hinterher. Diese sehen bis 2035 eine Leistung von 18.000 MW und 45.000 MW bis 2050 vor. Nach einem Bericht des Instituts für Energieökonomie und Finanzanalyse beeinträchtigen unter anderem komplexe Lizenzierungen, hohe Baukosten sowie rechtliche Herausforderungen den Ausbau und damit die Offshore-Ziele erheblich. Der Bericht empfiehlt daher, dass in Frankreich der Lizenzierungsprozess vereinfacht wird, die Zeiträume für rechtliche Anfechtungen verkürzt werden, die Marktregulierung reformiert wird und ein Plan für den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie entwickelt wird, um den Ausbau der Offshore-Windenergie zu beschleunigen.
© IWR, 2026
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