Überraschende britische Atomkraft-Wende: Keine Taxonomie - Großbritannien streicht Pläne für „grüne“ Kernenergie
London – Die britische Regierung hat eine wegweisende Entscheidung zur Einstufung von Atomenergie im Rahmen ihrer Umweltpolitik getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verzichtet Großbritannien auf die Veröffentlichung einer sogenannten „Green Taxonomy“, die Unternehmen und Investoren als Orientierungshilfe dienen sollte, um festzustellen, welche Investitionen als „grün“ gelten.
Damit wird auch der ursprüngliche Plan aufgegeben, Atomenergie in Großbritannien als nachhaltige bzw. „grüne“ Investition einzustufen.
Die Entscheidung, die geplante Green Taxonomy nicht weiterzuverfolgen und Atomkraft nicht als nachhaltig zu deklarieren, sendet ein klares Signal: Atomenergie verliert Anziehungskraft und den Zugang zu zentralen Fördermechanismen im Bereich nachhaltiger Finanzierungen.
Ohne offiziellen Nachhaltigkeitsstatus gelten Projekte wie das geplante britische Kernkraftwerk Sizewell C nicht als „grün“ – ein Umstand, der ihre Attraktivität für Umweltfonds und institutionelle Investoren deutlich verringert.
Dies könnte private Investitionen in Atomkraft massiv erschweren und weitreichende Folgen haben – auch über die Grenzen Großbritanniens hinaus.
© IWR, 2026
EU-Parlament und Rat wollen fairen Klimaschutz: EU stärkt neues Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr vor Start 2028
Scatec-Aktie profitiert: Scatec startet Bau von 120-MW-Solarkraftwerk in Tunesien
Nel-Aktie im Minus: Nel-CEO Håkon Volldal kündigt Rücktritt an
Trend zum integrierten Energiesystem: Sun Energy XT präsentiert Gesamtlösung für Solarstrom, Speicher und E-Mobilität
Energie mit Signalwirkung beim BVB: Weltgrößte Solaranlage auf Stadiondach liefert Solarstrom für Borussia Dortmund
Das könnte Sie auch noch interessieren
Stromtarife-Haushalte vergleichen - strompreisrechner.de
Aktuelle Jobs im Bereich Betriebswirtschaft
Tagesaktuelle Stromerzeugung in Europa just in time
18.07.2025



