Scatec in Ausschreibung erfolgreich: Scatec sichert sich 25-Jahres-PPA für 120-MW-Solarprojekt in Tunesien - Aktie leichter
Oslo/Tunis - Der norwegische Erneuerbare-Energien-Dienstleister Scatec ASA hat den Zuschlag für einen 25-jährigen Stromabnahmevertrag (PPA) mit der tunesischen Staatsgesellschaft STEG für ein 120-MW-Solarkraftwerk in Tataouine erhalten. Der PPA-Vertrag wurde im Rahmen einer staatlichen Ausschreibung vergeben und soll Tunesiens Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Energiesicherheit unterstützen.
Das Projekt ist nach Angaben von Scatec mit Investitionskosten von rund 80 Millionen Euro kalkuliert. Die Finanzierung soll über eine Kombination aus einer projektbezogenen Fremdfinanzierung (Non-Recourse Debt) und Eigenkapital erfolgen. Scatec hält derzeit 100 Prozent der Anteile, will jedoch Eigenkapitalpartner einbinden, um seinen Anteil zu reduzieren. Gespräche mit ausgewählten Finanzinstituten über die Fremdkapitalfinanzierung laufen; die endgültige Finanzierungsstruktur soll zum Financial Close bekannt gegeben werden, der im ersten Halbjahr 2027 erwartet wird.
Scatec wird zudem als EPC-Anbieter (Engineering, Procurement, Construction) fungieren. Der EPC-Umfang soll etwa 80 Prozent der Capex abdecken. Nach Inbetriebnahme übernimmt Scatec laut Mitteilung auch das Asset Management sowie Betrieb und Wartung (O&M).
„Tataouine stärkt unsere Plattform in Tunesien und zeigt unsere Fähigkeit, durch wiederholbare, qualitativ hochwertige Projekte in unseren Wachstumsmärkten zu skalieren“, sagte Scatec-CEO Terje Pilskog. Zudem unterstreiche das Projekt mit „langfristig vertraglich gesicherten Einnahmen und einem kapital-effizienten Entwicklungsmodell“ die Strategie für „profitables, selbstfinanziertes Wachstum“.
Scatec betreibt und baut weltweit erneuerbare Energieanlagen und weist laut eigenen Angaben 6,2 GW in Betrieb und im Bau auf fünf Kontinenten auf.
Die Scatec-Aktie gibt am heutigen Vormittag nach und notiert aktuell mit -0,9 Prozent bei einem Kurs von 10,26 Euro.
© IWR, 2026
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