Netzbildende Einheiten im Blick: FGW erweitert Technische Richtlinie 3 (TR 3) mit neuem Beiblatt zu Prüfverfahren und Momentanreserve
Berlin - Die Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien (FGW e.V.) hat Beiblatt 2 zur Technischen Richtlinie 3 (TR 3) Revision 26 veröffentlicht.
Der Fachausschuss Elektrische Eigenschaften (FAEE) hat die Veröffentlichung des Dokuments für den messtechnischen Nachweis netzbildender Einheiten beschlossen. Damit wird der Anwendungsrahmen der TR 3 gezielt erweitert, um neue Anforderungen an netzbildende Eigenschaften in Stromnetzen abzubilden.
Kern des Beiblatts ist die Ergänzung um Verfahren zum Nachweis elektrischer Eigenschaften netzbildender Einheiten. Ziel ist die Umsetzung des FNN-Hinweises „Technische Anforderungen an Netzbildende Eigenschaften inklusive der Bereitstellung von Momentanreserve“. Das Beiblatt beschreibt dafür „die Anforderungen für ein Prüfverfahren zum messtechnischen Nachweis der netzbildenden Eigenschaften inklusive der Bereitstellung von Momentanreserve“ und enthält „weitergehende Festlegungen und Erläuterungen zu Verfahren“.
Die FGW TR 3 Revision 26 beschreibt Verfahren zum messtechnischen Nachweis elektrischer Eigenschaften von Erzeugungs- und Speichereinheiten. Sie legt Mess- und Prüfverfahren sowie Anforderungen an die Auswertung und Dokumentation der Messergebnisse fest, um die Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Nachweise im netztechnischen Kontext sicherzustellen.
Mit dem neuen Beiblatt reagiert die FGW auf die wachsende Bedeutung netzbildender Funktionen im Zuge des Systemumbaus. Die präzisierten Prüfanforderungen sollen eine einheitliche Bewertung ermöglichen und die Umsetzung regulatorischer Hinweise unterstützen. Für Hersteller, Projektierer und Prüflabore schafft das Dokument zusätzliche Klarheit bei der Auslegung und dem Nachweis entsprechender Eigenschaften.
Das Beiblatt 2 ist „ab sofort gültig“ und steht auf der FGW-Webseite zum Abruf bereit.
© IWR, 2026
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