MEET: Münster bewirbt sich um Forschungsfertigung Batteriezelle
Münster - Unter Federführung des Münster Electrochemical Energy Technology (MEET)und gemeinsam mit der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich geht NRW ins Rennen um den Standort für die „Forschungsfertigung Batteriezelle“ (FFB). Adressaten der Ausschreibung waren die Leitungen von acht Forschungseinrichtungen, die auf dem Gebiet der Batteriezellfertigung besonders ausgewiesen sind. In Nordrhein-Westfalen sind dies Professor Martin Winter (MEET, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) sowie Professor Günther Schuh und Professor Achim Kampker (beide RWTH Aachen). Unterstützt wird die Bewerbung von der Landesregierung, NRW.Urban sowie den beteiligten Kommunen.
Das Land NRW stellt hierfür eine Beteiligung von mehr als 200 Millionen Euro in Aussicht. Dies beinhaltet sowohl die Finanzierung von Grundstück und Gebäuden als auch eine dauerhafte Beteiligung an der Grundfinanzierung. Allein zwölf Millionen Euro werden für die Nachwuchsförderung in Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Zusätzlich zu den 200 Millionen Euro bietet die Landesregierung umfangreiche Unterstützungen für Gründungen aus Hochschulen (150 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren). Hinzu kommen Zusagen in Höhe von 7,5 Millionen Euro der Kommunen.
Das vorgelegte Konzept versteht sich als eine FFB, die offen für die Wirtschaft und Wissenschaft in ganz Deutschland und darüber hinaus ist. Dies zeigt sich in den Unterstützungsschreiben von mehr als 75 Unternehmen – international operierende Konzerne ebenso wie bundesweit bedeutsame Branchenführer oder familiengeführte kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) entlang der gesamten Wertschöpfungskette Batterie. Diese Unterstützungsbekundungen von Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich sowie aus Asien und den USA sprechen sich für die Ansiedlung der FFB in Nordrhein-Westfalen aus. Zuspruch kommt auch von Seiten der großen Industriegewerkschaften.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Standort für den Aufbau einer Forschungsfabrik zur Entwicklung von Zellfertigungskonzepten ausgeschrieben und wird einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Die Entscheidung über den Standort soll ab dem 8. Juli 2019 fallen.
© IWR, 2026
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