Materialsuche: Forschung an Festkörper-Batterien mit Kupfersulfid
Berlin - Festkörperbatterien und die Suche nach den richtigen Materialien stehen im Fokus zahlreicher Forscherteams rund um den Globus. Forschern der Humboldt-Universität zu Berlin und der Justus-Liebig-Universität Gießen ist es nun gemeinsam mit dem Industriepartner BASF gelungen, die Vorgänge in einer Feststoffbatterie mit Lithium als Minuspol und Kupfersulfid als Pluspol genauer zu verstehen.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts publizierten die Forscher nun im Journal Advanced Energy Materials. Philipp Adelhelm, Elektrochemiker und Professor am Institut für Chemie der Humboldt-Universität: „Kupfersulfid, auch bekannt als Covellin, ist ein häufig vorkommendes Mineral. Das Besondere an dieser Verbindung ist eine einzigartige Kombination verschiedener Eigenschaften. So lässt sich Covellin sehr gut verformen und leitet äußert effizient Kupferionen und Elektronen. In einer Feststoffbatterie mit Lithium als Gegenelektrode führt dies zu einer überraschend effizienten Reaktion. Die Batterie lässt sich daher über viele Zyklen wiederaufladen und zeigt im Vergleich zu anderen Sulfiden deutlich bessere Eigenschaften.“
Der Umstieg auf Feststoffbatterien ist nach Angaben von Adelhelm allerdings eine Herausforderung, da hierfür neben neuen Materialien auch neue Fertigungsprozesse entwickelt werden müssen.
In Berlin selbst wird die Forschung an Batteriematerialien auch in einer gemeinsamen Forschergruppe fortgesetzt, die in diesem Jahr gemeinsam von der Humboldt-Universität und dem Helmholtz-Zentrum Berlin gegründet wurde.
© IWR, 2026
Energiejob: Energieforen Leipzig GmbH sucht Projektmanager Digitalisierung & IT (all people) Trianel-Ausblick mit Unsicherheiten: Sinkende Strompreise belasten Trianel-Ergebnis 2025 – eigene Jahresprognose dennoch übertroffen
Zukunft Hybridkraftwerke: MVV Trading und Maxsolar vereinbaren Vermarktung für Solarpark mit Großspeicher
DUH kündigt Klimaklage an: Deutsche Umwelthilfe will Gebäudemodernisierungsgesetz vor Bundesverfassungsgericht stoppen
EU-Parlament und Rat wollen fairen Klimaschutz: EU stärkt neues Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr vor Start 2028
Scatec-Aktie profitiert: Scatec startet Bau von 120-MW-Solarkraftwerk in Tunesien
Das könnte Sie auch noch interessieren
Stromstatisik- Erzeugung, Import, Export Deutschland
Solarenergie in Deutschland
Stromtarife-Haushalte vergleichen - strompreisrechner.de
13.10.2020



