Lichtblick investiert 100 Mio. Euro in Speicher: Startschuss für Lichtblicks 4-Stunden-Großbatteriespeicher in Sachsen
Hamburg - Der Bau immer größerer und leistungsstärkerer Batterien nimmt mittlerweile auch in Deutschland an Fahrt auf. In Röhrsdorf bei Chemnitz beginnt der Bau des ersten Großbatteriespeichers von Lichtblick. Die Anlage mit rund 100 Megawatt (MW) Leistung soll innerhalb von 18 Monaten entstehen und das Stromnetz in der Region stabilisieren.
Auf einem Gewerbegebiet der Stadt wird ein Speicher errichtet, der mit 84 Batteriespeicher-Containern des Technologiepartners Fluence ausgestattet ist. Jeder Container verfügt über eine Kapazität von bis zu 5,6 Megawattstunden (MWh), sodass bei insgesamt bis zu 470 MWh eine Speichertiefe von vier Stunden erreicht wird. Das Investitionsvolumen für das Projekt beträgt 100 Millionen Euro.
„Großbatteriespeicher sind ein Schlüsselbaustein für das Energiesystem von morgen. Mit unserem ersten Großbatteriespeicher leisten wir einen direkten Beitrag zur Netzstabilität und treiben den Ausbau dezentraler Flexibilitätskapazitäten in Deutschland gezielt voran“, sagt Dr. Enno Wolf, COO von Lichtblick. „Dank der hohen Speichertiefe von vier Stunden kann die Anlage flexibel auf die Anforderungen des Stromsystems der Zukunft reagieren.“
Der Großbatteriespeicher soll als flexibles Element zur Netzstabilität beitragen und die Integration erneuerbarer Energien fördern. Eneco Energy Trade übernimmt die Vermarktung der Speicherflexibilität, während Mitnetz Strom den Anschluss an das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz realisiert. Die Inbetriebnahme des Speichers ist für das erste Quartal 2027 geplant.
Die Projektentwicklung bis zur Baureife wurde von der Münchner Firma Energisto eG übernommen, mit der Lichtblick 2024 das Joint Venture Gigacharge gegründet hat. Mit dem Vorhaben setzt die Region einen wichtigen Schritt in Richtung Energiewende und Klimaneutralität.
© IWR, 2026
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