Klimaklage: Deutsche Umwelthilfe und Niedersachsen einigen sich außergerichtlich
Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Land Niedersachsen haben sich hinsichtlich der von der DUH erhobenen Klage gegen die Niedersächsische Klimaschutzstrategie auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt.
Die DUH hatte am 4.4.2022 vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eine Leistungsklage gegen das Land erhoben und bemängelt, dass in der derzeitigen Klimaschutzstrategie keine Prognosen enthalten sind, die Aufschluss darüber geben, ob die in ihr enthaltenden Maßnahmen ausreichend sind, um die Klimaschutzziele des Niedersächsischen Klimagesetzes zu erreichen.
Da die Landesregierung nach Klageeinreichung die im Koalitionsvertrag vorgesehene Novelle des Klimagesetzes auf den Weg gebracht hat, in der auf die Kernforderungen der DUH aus der Klage eingegangen wurde und diese voraussichtlich Ende 2023/Anfang 2024 vom Niedersächsischen Landtag verabschiedet werden soll, nahmen DUH und die niedersächsische Landesregierung Vergleichsgespräche auf.
Kernpunkte der inhaltlichen Verbesserungen gegenüber dem Status Quo sind die geplante inhaltliche Konkretisierung der Klimaschutzstrategie, die Verschärfung der im Klimagesetz festgelegten Klimaziele sowie die Einrichtung eines unabhängigen Klimarats, der zukünftig jährlich die Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele überprüfen und außerdem Monitoringaufgaben bei der Planung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen übernehmen soll. Besondere Bedeutung hat hierbei, dass der Klimarat die vom Land ergriffenen Klimaschutzmaßnahmen bewerten wird und befugt ist, zusätzliche Maßnahmenvorschläge zu unterbreiten. Da das Land Niedersachsen damit die von der DUH im Klageverfahren kritisierten Schwächen der aktuell gültigen Klimaschutzstrategie im Wesentlichen beseitigt hat, hält die DUH eine Weiterführung der Klage nicht mehr für erforderlich.
„Eine Fortführung unserer Klimaklage ist unter der Voraussetzung, dass die vorliegende Gesetzesnovelle nun schnell verabschiedet wird, nicht mehr erforderlich. Für den Fall aber, dass diese Zusage nicht eingehalten wird, enthält der Vergleich eine Ankündigung neuer juristischer Schritte seitens der DUH“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.
© IWR, 2026
EJ: Energieforen Leipzig GmbH sucht Projektmanager Digitalisierung & IT (all people) EU-Parlament und Rat wollen fairen Klimaschutz: EU stärkt neues Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr vor Start 2028
Scatec-Aktie profitiert: Scatec startet Bau von 120-MW-Solarkraftwerk in Tunesien
Nel-Aktie im Minus: Nel-CEO Håkon Volldal kündigt Rücktritt an
Trend zum integrierten Energiesystem: Sun Energy XT präsentiert Gesamtlösung für Solarstrom, Speicher und E-Mobilität
Energie mit Signalwirkung beim BVB: Weltgrößte Solaranlage auf Stadiondach liefert Solarstrom für Borussia Dortmund
Das könnte Sie auch noch interessieren
Energieberufe.de - Das digitale Berufslexikon der Energiewirtschaft
Stromstatisik- Erzeugung, Import, Export Deutschland
Stromrechner - Anbieter wechseln und Geld sparen
21.11.2023



