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Klare Ansage zur Atomenergie: RWE-Chef hält Rückkehr von Atomkraftwerken in Deutschland für "sehr unrealistisch"

© RWE AG© RWE AG

Düsseldorf - Der Chef des Energiekonzerns RWE hat sich klar zur Debatte um einen möglichen deutschen Wiedereinstieg in die Atomenergie positioniert. Nach einem Handelsblatt-Bericht hat sich danach RWE-Chef Markus Krebber im Rahmen eines Investorengesprächs klar gegen eine Rückkehr zur Atomenergie in Deutschland ausgesprochen.

Deutschland sei über den Punkt hinaus, an dem wir in Deutschland abgeschaltete Atomkraftwerke wieder ans Netz bringen sollten, zitiert das Handelsblatt den RWE-Chef. Zwar sei das technisch möglich, aber bei den Hürden und den Kosten halte Krebber das "doch für sehr unrealistisch".

Atomkraftwerke würden sich angesichts von Wind- und Solaranlagen nicht mehr rechnen, zudem fehlten nicht nur Genehmigungen und Fachkräfte. Ohne eine finanzielle Absicherung zu festen Preisen wäre ein Betrieb der Atomkraftwerke gar nicht möglich.

In Deutschland ist derzeit der aktuelle energiepolitische Kurs, dass neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien für eine Übergangszeit Gaskraftwerke mit Wasserstoff-Option errichtet werden sollen und im Zuge des europäischen Stromhandels auch Stromimporte genutzt werden. Am Ende steht ein Energiesystem in Deutschland, dass aus erneuerbaren Energien, Speichern und grünen Wasserstoff-Gaskraftwerken besteht.

In der laufenden Legislaturperiode sind allein zwischen dem 01.01.2022 und dem 31.10.2024 in Deutschland neue Solaranlagen mit einer Leistung von 36.000 MW (36 GW) in Betrieb gegangen. Das geht aus einer IWR-Auswertung des Marktstammdatenregisters bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) hervor (Datenstand: 07.11.2024).

Im gleichen Zeitraum sind in Deutschland neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 9.640 MW (brutto) in Betrieb gegangen. Weil in Deutschland zwischen dem 01.01.2022 und dem 31.10.2024 alte Windkraftanlagen mit zusammen 1.512 MW abgebaut wurden, bleibt bisher in dem genannten Zeitraum (01.01.2022 - 31.10.2024) ein Netto-Windenergiezubau von 8.128 MW.

© IWR, 2026

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13.11.2024