Innerhalb von 15 Jahren: Indonesien plant Stilllegung aller Kohlekraftwerke und Bau von 15 GW erneuerbare Energien
Münster / Rio de Janeiro, Brasilien - Bislang dominieren fossile Energieträger die Energieversorgung in Indonesien. Das soll sich in den nächsten 15 Jahren allerdings ändern, denn das Land plant eine radikale Kehrtwende und einen Schwenk hin zu erneuerbaren Energien.
Im Rahmen einer Ansprache auf dem G20-Gipfel in Brasilien sagte Indonesiens Präsident Prabowo Subianto, dass es der Plan seiner Regierung sei, Kohlekraftwerke und alle fossil befeuerten Kraftwerke innerhalb der nächsten 15 Jahre auslaufen zu lassen. „Unser Plan sieht vor, in dieser Zeit über 75 Gigawatt erneuerbare Energiekapazität aufzubauen“, so der Präsident weiter.
Als Teil der indonesischen Energiewende skizzierte der Präsident darüber hinaus die ehrgeizige Vision des Landes, bis 2050 durch Initiativen wie die Ausweitung der Biodieselproduktion und die Umstellung von Kohlekraftwerken auf erneuerbare Energien Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Das Staatsoberhaupt erklärte, dass Indonesien die direkten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekomme, darunter den Anstieg des Meeresspiegels an der Nordküste Javas, der sich auf Hunderttausende Hektar produktives Land auswirke. „Dieses Problem wird Armut und Hunger verschärfen. Daher gibt es für Indonesien keine Alternative. Wir sind fest entschlossen, entscheidende Maßnahmen zu ergreifen, um die globalen Temperaturen zu senken, die Umwelt zu schützen und die Krise zu bewältigen“, so der Präsident.
Subianto betonte, dass Indonesien als eines der Länder mit den weltweit größten Tropenwäldern eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts des Weltklimas spiele. Gleichzeitig hob er die Notwendigkeit eines nachhaltigen Engagements hervor, um sicherzustellen, dass Indonesiens Wälder zur Regulierung der globalen Temperaturen beitragen.
© IWR, 2026
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