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Ideenwettbewerb des BMWi: Reallabor Westküste 100 reicht Vollantrag ein

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Heide - Im vergangenen Jahr 2019 hatte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) den Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue Energietechnologien im Praxiseinsatz vor Ort zu testen und die Wechselwirkungen mit dem Energiesystem und der Gesellschaft zu analysieren.

Unter den prämierten Projekten befand sich auch das Projekt Reallabor Westküste 100. Am 31.03.2020 haben die Partner-Unternehmen des Reallabor-Projektes Westküste 100 jetzt den Vollantrag mit detaillierter Projektbeschreibung beim Projektträger Jülich eingereicht. Damit hat die branchenübergreifende Partnerschaft aus EDF Deutschland, Holcim Deutschland, OGE, Ørsted Deutschland, Raffinerie Heide, Stadtwerke Heide, Thüga und ThyssenKrupp Industrial Solutions - gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Region Heide und der Fachhochschule Westküste - einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Nun obliege die Prüfung des Antrags dem Projektträger Jülich gemeinsam mit dem BMWi, so die Projektpartner.

Mit dem Projekt Reallabor Westküste 100 soll in Schleswig-Holstein eine regionale Wasserstoffwirtschaft im industriellen Maßstab entstehen. Herzstück des Projektes ist der Forschungs- und Entwicklungsansatz, aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff zu produzieren und die dabei entstehende Abwärme und den Sauerstoff zu verwenden. Im Anschluss soll der grüne Wasserstoff sowohl für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe für Flugzeuge genutzt als auch in Gasnetze eingespeist werden. Für die Treibstoffherstellung wird Wasserstoff aus der Elektrolyse und unvermeidbares CO2 aus der regionalen Zementproduktion in Schleswig-Holstein für den Herstellungsprozess eingesetzt.

© IWR, 2020

07.04.2020