Grüne Stahl-Transformation im Saarland: SHS-Gruppe sichert 1,7 Milliarden Euro für wasserstoffbasierte Stahlproduktion
Völklingen - Die SHS - Stahl-Holding-Saar Gruppe hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion abgeschlossen: Die Finanzierung ihres Transformationsprojekts "Power4Steel" in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro ist gesichert. Das Projekt zählt zu den größten Dekarbonisierungsvorhaben Europas und umfasst den Bau einer neuen Direktreduktionsanlage sowie zweier Elektrolichtbogenöfen an den Standorten Dillingen und Völklingen. Damit sollen die bisherigen Hochöfen und Konverter schrittweise ersetzt und die CO2-Emissionen bis 2030 um rund 55 Prozent gesenkt werden.
Zentraler Bestandteil des Projekts ist die wasserstoffbasierte Stahlherstellung: Ab 2029 wird der grüne Wasserstoff vom französischen Energieunternehmen Verso Energy geliefert. Produziert im Carling Hydrogen Next Generation (CarlHYng)-Projekt in Frankreich, wird der Wasserstoff durch Elektrolyse mit 100 Prozent erneuerbarem Strom hergestellt und ist RFNBO-zertifiziert (Renewable Fuels of Non-Biological Origin). Über das grenzüberschreitende Pipeline-Netzwerk mosaHYc gelangt der Wasserstoff nach Dillingen, wo er in der Produktion eingesetzt wird, um CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.
Die Finanzierung kombiniert Unternehmens- und Investitionskredite, die teilweise durch Exportkreditagenturen aus Österreich und Italien abgesichert sind, und wird durch Eigenmittel sowie Fördermittel von Bund und Saarland ergänzt. Langfristig strebt die SHS-Gruppe an, der größte Produzent von grünem Stahl innerhalb ihrer Peergroup zu werden.
© IWR, 2026
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