Gas- statt Ölkraftwerke: Siemens Energy erhält Zuschlag für 1,6 Milliarden Dollar Kraftwerksprojekt in Saudi-Arabien
München - Saudi-Arabien will langfristig die Energieversorgung modernisieren und den Kohlendioxid-Ausstoß des Landes verringern. Siemens Energy hat jetzt ein bedeutendes Kraftwerksprojekt im Wert von 1,6 Milliarden USD in Saudi-Arabien gesichert. Die chinesische Harbin Electric International ist EPC-Auftragnehmer, Siemens Energy liefert Schlüsseltechnologien für die zwei Gaskraftwerke in Saudi-Arabien.
Die beiden neuen Gaskraftwerke Rumah 2 und Nairyah 2 mit einer installierten Leistung von zusammen 3,6 GW (3.600 MW) ersetzen veraltete, auf Öl basierende Anlagen. Siemens Energy wird sechs SGT6-9000HL-Gasturbinen, vier SST6-5000-Dampfturbinen, acht SGen6-3000W-Generatoren, zwei SGen6-2000P-Generatoren sowie die dazugehörige Zusatzausrüstung liefern. Die Kraftwerke werden nach ihrer Fertigstellung 2027 zunächst im Einfachzyklusbetrieb in das nationale Stromnetz integriert, die vollständige Umstellung auf den Gas- und Dampf-Kombibetrieb ist bis 2028 vorgesehen.
Die Kernkomponenten für die Kraftwerke werden im Siemens Energy Dammam Hub gefertigt, das derzeit erweitert wird, um die lokalen Produktionskapazitäten zu erhöhen und den saudi-arabischen Energiesektor zu unterstützen.
Die Kraftwerke werden laut Siemens Energy so konzipiert, dass sie mit Technologien zur CO2-Abscheidung und -Speicherung kompatibel sind.
Dieser Auftrag stärkt die etablierte Präsenz von Siemens Energy auf dem Markt für unabhängige Stromerzeuger (IPP) in Saudi-Arabien. Aufbauend auf dem Erfolg früherer Projekte wie Taiba 2 und Qassim 2 – die zusammen 4 Gigawatt in das nationale Stromnetz einspeisen – treibt Siemens Energy den Ausbau der lokalen Fertigung und die Modernisierung der Infrastruktur weiter voran.
© IWR, 2026
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