Frankreich erreicht 2.000 MW Offshore Windkraftleistung: Frankreich nimmt nächsten Offshore-Windpark in Betrieb – Dieppe–Le Tréport kurz vor Start
Paris – Frankreich erhöht das Tempo beim Ausbau der Offshore Windenergie. Der Offshore-Windpark Dieppe–Le Tréport Offshore Wind Farm vor der französischen Küste befindet sich im Frühjahr 2026 in der heißen Bauphase und liegt nach aktuellen Projektangaben weiterhin im Zeitplan. Die vollständige Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.
Der Baufortschritt ist bereits weit vorangeschritten: Von insgesamt 62 Jacket-Fundamenten sind mehr als die Hälfte installiert. Die Arbeiten sollen bis zum Sommer 2026 abgeschlossen werden. Parallel wurde im Hafen von Dieppe die neue Betriebs- und Wartungsbasis offiziell eröffnet, die künftig rund 70 bis 80 Beschäftigte aufnehmen soll.
Auch die Netzanbindung ist bereits hergestellt: Die Stromkabel zum französischen Stromnetz sind verlegt und angeschlossen. Die Installation der 62 Windenergieanlagen von Siemens Gamesa mit jeweils rund 8 MW Leistung soll im Mai beziehungsweise Juni 2026 beginnen. Erste Anlagen sollen bereits im Sommer Strom einspeisen, die vollständige Inbetriebnahme wird bis Ende 2026 erwartet.
Der Windpark verfügt über eine installierte Leistung von rund 496 MW und soll jährlich etwa 2 Mrd. kWh Strom erzeugen – ausreichend für rechnerisch rund 850.000 Menschen. Betreiber des Projekts ist ein Konsortium aus Ocean Winds, Sumitomo Corporation und Banque des Territoires.
Der Offshore-Windpark liegt rund 15 bis 17 Kilometer vor der Küste in der Normandie und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 83 Quadratkilometern.
In Frankreich sind aktuell Offshore Windparks mit rd. 2.000 MW in Betrieb. Dazu zählen Saint-Nazaire (Banc de Guérande) mit 480 MW, Fécamp (Hautes falaises) mit 497 MW, Baie de Saint-Brieuc (496 MW) und Îles d'Yeu et Noirmoutier (488 MW).
Zusätzlich sind in Frankreich bereits zwei schwimmende Offshore Windparks mit zusammen 55 MW in Betrieb. Die Demonstrationsprojekte Provence Grand Large (PGL) mit 25 MW und Éoliennes Flottantes du Golfe du Lion (EFGL) mit 30 MW Leistung. Das dritte schwimmende Pilotprojekt mit dem EolMed (30 MW) befindet sich in der abschließenden Installationsphase vor Port-La Nouvelle.
Frankreich betrachtet die schwimmende Offshore-Windenergie (Floating Offshore Wind) im Rahmen zentraler industrie- und energiepolitischer Strategien wie „France 2030“ und der Programmation pluriannuelle de l’énergie (PPE) als ein strategisches Zukunftsfeld. Der Staat verfolgt dabei das Ziel, diese noch junge Technologie gezielt zu industrialisieren, Frankreich international als bedeutenden Akteur in diesem Bereich zu positionieren und eine leistungsfähige, heimische Wertschöpfungskette entlang der gesamten industriellen Wertschöpfung – von Entwicklung über Fertigung bis hin zur Installation – aufzubauen.
© IWR, 2026
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