Blaupause für Kommunen: Energiefabrik Lübesse nutzt Windstrom für Wasserstoff-Produktion
Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Land den Bau einer dezentralen und emissionsfreien Energiefabrik in Lübesse. Wirtschaftsminister Glawe hat eine Förderzusicherung in Höhe von 15 Millionen Euro an die Lübesse Energie GmbH übergeben.
Das Unternehmen plant im „Energiedorf“ Lübesse, südlich der Landeshauptstadt Schwerin, auf Basis einer innovativen Wasserstoffsystemtechnik eine emissionsfreie Energiefabrik zur Speicherung und Nutzung von Windstrom für die lokale Energieversorgung des Ortes sowie zur Erzeugung klimaneutraler Kraftstoffe.
Der Bau der Energiefabrik soll im Herbst 2021 beginnen. „Mit dem Projekt zeigen wir, dass wir Windstrom speicherbar und grundlastfähig machen können. Dies trägt auch dazu bei, dass die Akzeptanz für die Energiewende steigt. Zudem verzahnen wir die Stromwende mit der Verkehrs- und der Wärmewende“, sagt Bernd Jeske, Geschäftsführer der Lübesse Energie GmbH.
Die Energiefabrik als so genannte Power-to-X-Anlage ermöglicht eine dezentrale und emissionsfreie Versorgung des Ortes Lübesse mit Strom und Wärme. Vor Ort nicht benötigte Energiemengen sollen zur Herstellung regenerativer Kraftstoffe (E-Fuels) und klimaneutraler Gase genutzt werden.
Das Projekt initiiert hat die Exytron GmbH in Rostock, einem führenden Systemanbieter der Wasserstofftechnologie, zusammen mit dem Windparkentwickler Naturwind Schwerin GmbH. Für Exytron-Geschäftsführer Prof. a.D. Dr. Karl-Hermann Busse ist es das Ziel, solche dezentralen Energiefabriken künftig auch in weiteren Kommunen zu errichten. Entsprechende Projekte sind danach bereits in der Vorbereitung.
© IWR, 2026
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25.03.2021



