Ausbau erneuerbarer Energien in Tunesien: Scatec und japanische Aeolus SA bündeln Kräfte für Solarprojekte
Osloa - Die norwegische Scatec und Aeolus SA, Teil des japanischen Mischkonzerns Toyota Tsusho Group, haben eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam Projekte für erneuerbare Energien in Tunesien zu entwickeln und diese zu besitzen.
Parallel dazu wurde der finanzielle Abschluss für die 120-MW-Solarprojekte Sidi Bouzid und Tozeur (jeweils 60 MW) erreicht, die Teil der Partnerschaftsvereinbarung sind. Scatec wird nun mit dem Bau der Projekte beginnen. Die Scatec-Aktie notiert im heutigen späten Handel mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 7,51 Euro.
2019 hat Scatec mit dem staatlichen tunesischen Energieversorger Société Tunisienne de l'Electricité et du Gaz (STEG) einen Stromabnahmevertrag (PPA) mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Verlängerungsoption von 10 Jahren abgeschlossen. Im Rahmen der Partnerschaftsvereinbarung hat Aeolus 49 Prozent der Projekte erworben, während Scatec die restlichen 51 Prozent hält. Mit der Beteiligung von Aeolus wurde dieses Projekt vom japanischen Umweltministerium für das Finanzierungsprogramm für Modellprojekte im Rahmen des Joint Crediting Mechanism (JCM) im GJ2023 ausgewählt.
Die Gesamtkosten des Projekts (Capex) werden auf 79 Mio. Euro veranschlagt und durch Projektfinanzierungsdarlehen ohne Rückgriffsrecht, konzessionäre Darlehen und Eigenkapital der Partner finanziert. Die Finanzierung durch japanische Emissionsgutschriften, die nach dem Datum des kommerziellen Betriebs (COD) erfolgen wird, wird den Finanzierungsbedarf der Eigenkapitalpartner auf etwa 15 Prozent reduzieren, teilte Scatec mit.
Scatec wird Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Beschaffung und Bau (EPC), Asset Management (AM) sowie Betrieb und Wartung (O&M) erbringen, wobei der EPC-Anteil etwa 84 % der Investitionskosten ausmacht.
Die tunesische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix des Landes bis 2030 auf 35 Prozent zu erhöhen.
© IWR, 2026
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