Angriff auf Rechtssicherheit in den USA: Equinor erwägt Klage wegen Trump-Willkür beim Stopp des Offshore Windprojekts Empire Wind
Oslo - Der norwegische Energiekonzern Equinor prüft rechtliche Schritte, nach dem die USA den im Bau und zu 30 Prozent fertiggestellten Offshore Windpark Empire Wind gestoppt hatten. Wie die Financial Times berichtet, hat das Unternehmen in Empire Wind investiert, nachdem alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt wurden. "Die Anordnung, die Arbeiten jetzt einzustellen, ist beispiellos und unserer Ansicht nach rechtswidrig“, so Equinor-Chef Anders Opedal.
US-Innenminister Doug Burgum hatte Equinor am 16. April 2025 aufgefordert, „alle Bautätigkeiten“ an seinem 810-Megawatt-Offshore-Windprojekt einzustellen, weil laut einem Reuters-Bericht "Informationen darauf hindeuten würden, dass „Informationen darauf hindeuten, dass die Regierung Biden das Projekt ohne ausreichende Umweltanalyse genehmigt hat“.
Equinor erklärte jetzt, alle staatlichen und bundesstaatlichen Genehmigungen für das Projekt vorliegen zu haben und der Bau bereits zu etwa 30 Prozent abgeschlossen sei, so die Financial Times weiter. Der Stopp habe die „Sicherheit von Investitionen auf Grundlage gültiger Genehmigungen“ in Frage gestellt. Den Bruttobuchwert gibt Equinor mit 2,5 Mrd. USD an. Das Projektrisiko wegen eingegangener Garantien und Vertragsstrafen bei Kündigung liegt laut Financial Times zwischen 1,5 und 2 Mrd. USD.
Der norwegische Energiekonzern hatte bereits 2017 den Pachtvertrag für das Offshore Windprojekt erhalten, der Baubeginn für Empire Wind war 2024. Die erste Stromlieferung ist für Ende 2026 geplant.
© IWR, 2026
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