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Großspeicher im Aufwind: Trianel startet Bau von 900-MW 2-Stunden-Batteriepark Waltrop

© Trianel© Trianel

Aachen – Batteriespeicher entwickeln sich von der Nische zum zentralen Baustein der Energiewende: Immer mehr Großspeicherprojekte erreichen in Europa die Umsetzungs- und Bauphase. Die Stadtwerke-Kooperation Trianel, der Asset Manager Luxcara und der Energiekonzern BKW haben dafür nun den Spatenstich für einen der größten deutschen Speicher in Waltrop vollzogen.

Der europäische Markt für Batteriespeicher hat 2025 mit rund 36 Gigawattstunden neu installierter Kapazität ein Rekordniveau erreicht, ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Solarpower Europe entfiel dabei erstmals mehr als die Hälfte des jährlichen Zubaus auf Großspeicher. Utility-Scale-Batterien wurden damit zum größten Segment des jährlichen Marktzubaus.

Trianel, Luxcara und BKW: Spatenstich für 900-MW-Speicher in Waltrop
In Waltrop im Ruhrgebiet fiel am 21. September 2026 der symbolische Spatenstich für den Bau eines der größten Batteriespeicherprojekte Deutschlands. Begleitet wurde der Termin von Mona Neubaur, der stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam realisieren Trianel, Luxcara und BKW in Waltrop einen Speicher mit 900 Megawatt (MW) Leistung und mindestens 1.800 Megawattstunden (MWh) Kapazität. Größter Einzelpartner ist der unabhängige Hamburger Asset Manager Luxcara, der sich mit 520 MW den größten Anteil am Projekt gesichert hat. 300 MW Leistung entfallen auf den Schweizer Energiekonzern BKW mit Sitz in Bern, 80 MW auf die Trianel-Tochtergesellschaft T-BESS 1 GmbH & Co. KG. In den kommenden Wochen erfolgen zunächst Erschließung und Vorbereitung der Fläche, die Anlieferung der Großkomponenten wie Umspannwerk, Transformatoren und Batteriespeichersysteme ist ab Juli 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Batterieparks ist für die zweite Jahreshälfte 2028 geplant. „Der Spatenstich in Waltrop markiert für uns den Übergang von der Planung in die Umsetzung. Unser Gemeinschaftsprojekt steht beispielhaft für die zweite Phase der Energiewende", erklärte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, beim Spatenstich. Große Speicher übernähmen eine Schlüsselrolle für Versorgungssicherheit, Netzstabilität und die Nutzung erneuerbarer Energien, so Becker weiter.

Frühere Kraftwerks-Baustellenfläche wird zum Batteriespeicher
Der jetzige Spatenstich baut auf Vorarbeiten der vergangenen Monate auf. Bereits im Mai 2026 waren die finalen Genehmigungen für Umspannwerk und Batteriespeichersysteme erteilt worden, im Sommer folgte der gemeinsame Baubeschluss der drei Gesellschafter für Umspannwerk und Infrastruktur. Für den Netzanschluss liegt eine Zusage des Übertragungsnetzbetreibers Amprion vor. Errichtet wird die Anlage auf einer ehemaligen Baustelleneinrichtungsfläche in unmittelbarer Nähe zum Trianel-Kohlekraftwerk Lünen.

Neubaur: NRW zeigt sich als Top-Standort für Zukunftstechnologien
Die Teilnahme von Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur unterstreicht die energiepolitische Bedeutung des Projekts für das Land. „In Waltrop wird sichtbar, wie die Energiewende weitergeht: Wind- und Sonnenstrom, der sonst verloren ginge, wird gespeichert und dann genutzt, wenn er gebraucht wird", erklärte Neubaur. Das mache die Stromversorgung auch an Tagen ohne Wind und Sonne sicherer und zeige Nordrhein-Westfalen einmal mehr als Top-Standort für Zukunftstechnologien, so die Ministerin.
Mit dem Baustart in Waltrop geht eines der größten deutschen Großspeicherprojekte in die bauliche Umsetzung. Nach der geplanten Inbetriebnahme 2028 soll der Speicher zur Integration von Wind- und Solarstrom und zur Flexibilisierung des Energiesystems beitragen.

© IWR, 2026


22.09.2026

 



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