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First Solar: Gewinn wächst deutlich trotz sinkender Erlöse – Auftragsbestand steigt auf 45,1 GW - Aktie legt zu

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Tempe/Arizona (USA) – Der US-Solarmodulhersteller First Solar hat im zweiten Quartal 2026 trotz rückläufiger Erlöse einen deutlich höheren Gewinn erzielt und seinen Auftragsbestand auf ein Rekordniveau ausgebaut. Zugleich bestätigte das Unternehmen seine bisherige Jahresprognose für 2026.

Die US-Solarindustrie baut ihre heimischen Fertigungskapazitäten derzeit zügig aus, bleibt bei vorgelagerten Produktionsstufen wie der Zellfertigung aber weiterhin importabhängig. Nach Angaben des Branchenverbands SEIA und des Marktforschungsunternehmens Wood Mackenzie verfügen die USA inzwischen über rund 70 Gigawatt Solarmodul-Fertigungskapazität – genug, um einen Großteil der Nachfrage 2026 zu decken.

Nettoumsatz sinkt, Gewinn legt kräftig zu
Im zweiten Quartal 2026 sanken die Nettoumsätze von First Solar um 4 Prozent auf 1,06 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ursächlich dafür waren nach Unternehmensangaben vor allem geringere Erlöse infolge gekündigter Kundenverträge, die durch ein höheres Modulvolumen an Drittkunden teilweise ausgeglichen wurden. Der Nettogewinn stieg dagegen von 342 auf 423 Millionen US-Dollar; je Aktie (verwässert) entspricht das einem Anstieg von 3,18 auf 3,92 US-Dollar bzw. 23 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte von 560 auf 644 Millionen US-Dollar zu. Die liquiden Mittel sanken zum 30. Juni 2026 auf 1,7 Milliarden US-Dollar, nach 2,4 Milliarden US-Dollar Ende 2025 – First Solar begründet dies mit saisonalem Working-Capital-Bedarf und Investitionen, vor allem für die Endfertigung in South Carolina. Damit reiht sich First Solar in den von SEIA und Wood Mackenzie beschriebenen branchenweiten Ausbau der US-Fertigungskapazitäten ein.

Rekord-Auftragsbestand: 45,1 Gigawatt bis 2030
Zum 30. Juni 2026 verfügte First Solar über einen vertraglich gesicherten Auftragsbestand von 45,1 Gigawatt, der sich bis in das Jahr 2030 erstreckt. Das Unternehmen erzielte zudem ein Rekord-Absatzvolumen im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr und verbesserte die finanzielle Performance gegenüber dem Vorjahr. „Wir haben die Marke von 100 Gigawatt an kumulierten Modulverkäufen weltweit überschritten – ein Beleg für die anhaltende Nachfrage nach unserer differenzierten Technologieplattform, unserer heimischen Fertigung und Liefersicherheit", sagte CEO Mark Widmar.

Jahresprognose 2026 bestätigt, Ausblick fürs dritte Quartal
First Solar bestätigte seine unveränderte Prognose für 2026: Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Absatzvolumen von 17,0 bis 18,2 Gigawatt, einem Nettoumsatz von 4,9 bis 5,2 Milliarden US-Dollar sowie einem bereinigten EBITDA von 2,6 bis 2,8 Milliarden US-Dollar. Die Investitionen sollen zwischen 0,8 und 1,0 Milliarden US-Dollar liegen, der Netto-Cash-Bestand zum Jahresende zwischen 1,7 und 2,3 Milliarden US-Dollar. Für das dritte Quartal 2026 erwartet First Solar Modulverkäufe von 3,9 bis 4,5 Gigawatt, davon 3,2 bis 3,7 Gigawatt aus eigener US-Fertigung, sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 625 und 775 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Prognose vom Fortbestand der aktuellen US-Handels- und Steuerpolitik sowie von Genehmigungsverfahren auf historischem Niveau abhängt.

First-Solar-Aktie legt zu
Die First-Solar-Aktie stieg am 30. Juli 2026 – dem Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen – um 2,3 % auf 178,60 Euro. Auf Jahressicht steht die Aktie damit aber noch bei einem satten Verlust von 21,1 Prozent, während der RENIXX World im gleichen Zeitraum um 9,0 % zulegte.

© IWR, 2026


31.07.2026

 



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