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Windenergie-Ausschreibung erneut stark überzeichnet – Zuschlagswerte sinken auf Mehrjahrestief

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Bonn – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Zuschläge der Ausschreibungen für Windenergie an Land sowie der Innovationsausschreibung zum Gebotstermin 1. Mai 2026 veröffentlicht. Während die Windenergie-Ausschreibung erneut deutlich überzeichnet war und die Zuschlagswerte weiter sanken, blieb das Interesse an der Innovationsausschreibung mit Kombinationen aus Photovoltaik und Batteriespeichern ebenfalls hoch.

Die Ausschreibung für Windenergie an Land bestätigt den anhaltend hohen Wettbewerbsdruck im Markt. Die Innovationsausschreibung zeigt zugleich, dass hybride Solar-Speicher-Projekte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Windenergie an Land: Wettbewerb verschärft sich – Zuschlagswert fällt auf 5,06 ct/kWh
Für die ausgeschriebenen 2.495 MW gingen 628 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 6.409 MW ein. Damit war die Ausschreibung erneut deutlich überzeichnet. Insgesamt erhielten 270 Gebote mit einer Leistung von 2.499 MW einen Zuschlag, 13 Gebote wurden vom Verfahren ausgeschlossen.

„Die Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land war abermals deutlich überzeichnet. Dies schlägt sich in weiter sinkenden Zuschlagswerten nieder“, erklärte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Bild: Vergütungssätze Onshore-Ausschreibungen Windenergie, Stand: 26.06.2026 © IWR, Daten: BNetzA

Die Zuschlagswerte lagen zwischen 4,44 ct/kWh und 5,19 ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sank gegenüber der Vorrunde von 5,54 ct/kWh auf 5,06 ct/kWh. Damit wurde der niedrigste Zuschlagswert seit Februar 2018 (4,73 ct/kWh) erreicht.Seit August 2024 ist der durchschnittliche Zuschlagswert damit über sieben Ausschreibungsrunden um mehr als 2 ct/kWh zurückgegangen.

Regional entfiel das größte Zuschlagsvolumen erneut auf Niedersachsen mit 628 MW (70 Zuschläge), gefolgt von Brandenburg mit 468 MW (47 Zuschläge) und Nordrhein-Westfalen mit 353 MW (31 Zuschläge).

Innovationsausschreibung: Solar-Speicher-Kombinationen bleiben gefragt
Auch die Innovationsausschreibung war überzeichnet. Bei einem ausgeschriebenen Volumen von 475 MW wurden 46 Gebote mit insgesamt 749 MW eingereicht. Bezuschlagt wurden 27 Projekte mit einem Umfang von 482 MW. Sämtliche Zuschläge entfielen auf Kombinationen aus Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern.

Die Zuschlagswerte bewegten sich zwischen 4,75 ct/kWh und 5,61 ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag mit 5,34 ct/kWh nahezu auf dem Niveau der Vorrunde (5,31 ct/kWh). Bayern dominierte die Ausschreibung mit 287 MW beziehungsweise 15 Zuschlägen deutlich vor Schleswig-Holstein (53 MW) und Brandenburg (51 MW).

Nächste Ausschreibungsrunde
Die nächste Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land findet am 1. August 2026 statt. Die nächste Innovationsausschreibung ist für den 1. September 2026 vorgesehen.

© IWR, 2026


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26.06.2026

 



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