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Solarpower-to-Gas: Schweizer erzeugen umweltfreundliches Methan mit Solarstrom

Bad Staffelstein / Rapperswil, Schweiz – Im schweizerischen Rapperswil wurde an der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) eine Pilot- und Demonstrationsanlage zur umweltfreundlichen Herstellung von Methan gebaut. Strom für das Projekt kommt aus Solaranlagen des bayerischen Photovoltaik-Spezialisten IBC Solar.

Wie die IBC Solar AG nun berichtet, wurde das Photovoltaiksystem bereits im Januar 2015 in Betrieb genommen. Die Anlage ist im Auftrag der Erdgas Obersee AG von dem Schweizer Fachpartner ch-Solar AG installiert worden und soll den Strom liefern, um Wasser und Kohlendioxid in Methan umzuwandeln.

Aus Solarstrom wird Methangas
Die neue Power-to-Gas Anlage in Rapperswil nutzt Solarstrom, um künstlich Methan herzustellen. Dazu wird zunächst durch Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Der erzeugte Wasserstoff wird anschließend in einen Reaktor geleitet, in dem er mit beigefügtem Kohlendioxid reagiert und Methan sowie Wasser entstehen. Dabei wird Kohlendioxid verwendet, das bei der Verbrennung des Methans entsteht und zur Wiederverwertung rausgefiltert wird. Die Anlage kann so innerhalb von 20 Stunden genug Gas herstellen, um ein Gas-Fahrzeug für eine 400 Kilometer weite Fahrt vollzutanken.

IBC Solar liefert Module für maximale Flächennutzung
Auf dem flachen Dach der Power-to-Gas-Anlage befindet sich das Solarsystem von IBC Solar. Insgesamt liefern 28 Module auf einer Fläche von 56 Quadratmetern Strom mit einer Peakleistung von 7,4 Kilowatt (kW). Um die Fläche möglichst effektiv auszunutzen, wurde ein spezielles Flachdachmontagesystem verwendet, mit dem eine Modulmontage bis an die Dachkante platziert werden können. Außerdem wurde im Gegensatz zu der üblichen Süd-Ausrichtung eine Ost-West-Ausrichtung für die Module gewählt, wodurch zwar der maximale Ertrag pro Modul geringer ausfällt, dafür aber in den Morgen- und Abendstunden länger Strom produziert werden kann und insgesamt mehr Module auf das Dach passen. Insgesamt kann so mehr Energie erzeugt werden.

Pilotanlage soll Vorteile der Gas-Mobilität aufzeigen
Mit dem Power-to-Gas Projekt wollen die Wissenschaftler des Instituts für Energietechnik (IET) der HSR gezielt die Vorteile von Gas- gegenüber Elektrofahrzeugen untersuchen und den Langzeitversuch der Pilotanlage wissenschaftlich begleiten. Das Methangas ist im Vergleich zu Strom besser speicherbar und kann von Fahrzeugen für eine schnellere Betankung und längere Fahrtstrecken genutzt werden. Die Kooperationspartner für die Demonstrationsanlage sind Erdgas Obersee, Audi, Erdgas Regio, Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil, Etogas und der Forschungsfonds der Schweizerischen Gasindustrie (FOGA).

© IWR, 2015

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14.08.2015

 



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