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Neue Pumpspeicher-Kraftwerke in Österreich helfen der Energiewende in Deutschland

Heidenheim / St. Pölten, Österreich - Voith Hydro hat neue Aufträge zur Ausrüstung von zwei Pumpspeicherkraftwerken in Österreich erhalten. Diese neuen Pumpspeicher im eng mit Deutschland vermaschten österreichischen Netzbereich unterstützen auch die Energiewende hierzulande.

Den Auftrag mit einem Gesamtvolumen von rund 35 Mio. Euro hat der Energieversorger Vorarlberger Illwerke AG erteilt. Voith soll zwei Pumpen und eine Pumpturbine für die beiden Projekte Obervermuntwerk II und Rellswerk im Montafon in Vorarlberg liefern.

Wichtiger Baustein für europäische Energiewende
„Wir freuen uns über das erneute Vertrauen, das die Illwerke in die Kompetenz und Erfahrung von Voith setzen“, so Dr. Leopold Heninger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Voith Hydro in St. Pölten. „Mit dem Ausbau der Pumpspeicherkapazitäten in Österreich leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Energieversorgung aus regenerativen Quellen.“

Für das Obervermuntwerk II übernimmt Voith die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei Speicherpumpen mit einer Leistung von je 170 MW inklusive der hydraulischen Anfahrwandler. Die Anlage wird zwischen den beiden Speicherseen Silvretta und Vermunt errichtet und ergänzt das bereits seit 1943 bestehende Obervermuntwerk. Das neue Pumpspeicherkraftwerk trägt entscheidend zur Effizienz- und Kapazitätssteigerung der Kraftwerksgruppe „Obere III-Lünersee“ bei und dient insbesondere der Erzeugung von Spitzen- und Regelenergie. Damit ist es ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Umsetzung der europäischen Energiewende.

Für das neue Rellswerk liefert Voith Hydro eine 3-stufige Pumpturbine mit 13 MW Leistung einschließlich Lagerölversorgung sowie der Montage und Inbetriebnahme. Auch das Rellswerk gliedert sich in die vorhandene Kraftwerksgruppe ein und steigert so die Menge an erzeugter Energie.

Stromnetze in Deutschland und Österreich eng verbunden
Pumpspeicherkraftwerke sind eine bedeutende Ergänzung für den geplanten weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie können kostengünstig und in großem Maßstab elektrische Energie aus den fluktuierenden erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne bei Einspeisespitzen aufnehmen und im Gegenzug bei Bedarf in Sekundenschnelle wieder ins Stromnetz einspeisen. Sie tragen so mit ihren Kapazitäten zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität bei. In Österreich sind die geografischen Voraussetzungen für den Einsatz von Pumpspeicherkraftwerken deutlich besser als in Deutschland. Doch durch das eng verbundene Stromnetz zwischen den beiden Nachbarstaaten profitiert auch die Energiewende in Deutschland von den zusätzlichen Kapazitäten in Österreich.

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