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Microsoft und GE sorgen für erstes Windkraft-Speicherprojekt in Europa

Dublin - Die US-Konzerne Microsoft und GE werden künftig in Irland auf dem Gebiet der Speicherung von Windstrom zusammenarbeiten. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet. Das eingesetzte Speicherkonzept ist bislang einmalig in Europa.

Microsoft wird in Irland künftig den Strom beziehen, der in einem neuen irischen Windpark erzeugt wird. Das Besondere an dem Projekt ist die Ausstattung jeder einzelnen Windenergieanlage mit einem Batteriespeicher.

Integrierte Batterie gleicht Nachfrage-Spitzen und -Täler aus

Der Softwareriese Microsoft und der Industriekonzern GE haben einen Vertrag (Power Purchase Agreement, kurz: PPA) über die Abnahme des Stroms aus dem neu errichteten Windpark Tullahennel über einen Zeitraum von 15 Jahren unterzeichnet. Der Standort des Windprojektes mit einer Gesamtleistung von 37 Megawatt (MW) befindet sich im irischen County Kerry im Südwesten des Landes. Der Strom dient der Versorgung des wachsenden Microsoft-Geschäftsfeldes der Cloud-Dienste in Irland. Microsoft hat zudem einen Vertrag mit dem Energiehandelsunternehmen Electroroute abgeschlossen, das Energiehandelsdienste für Microsoft bereitstellen wird. Der Windpark zeichnet sich dadurch aus, dass jede einzelne Windenergieanlage mit einer integrierten Batterie ausgestattet ist. Überschüssiger Windstrom kann so gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist werden. Nachfrage-Spitzen und -Täler können durch die Anpassung der Windstromabgabe besser ausgeglichen werden.

Spezifische Speicherung von Windstrom bislang einmalig in Europa

Bei dem Projekt handelt es sich nach GE-Angaben um den ersten Windpark in Europa, bei dem integrierte Batterien für die Speicherung von Windstrom zum Einsatz kommen. Die im Tullahennel-Windpark eingesetzte Digital-Wind-Farm-Technologie von GE stellt sicher, dass die gelieferte Windstrommenge die prognostizierte Nachfrage deckt, so GE. Der Stromabnahmevertrag baut auf Microsofts strategischer Partnerschaft mit GE auf, die im vergangenen Jahr angekündigt wurde.

Christian Belady, General Manager von Datacenter Strategy bei Microsoft. "Unser Engagement wird dazu beitragen, neue, saubere Energie in das irische Netz zu bringen und enthält innovative Elemente, die das Potenzial haben, die Kapazität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen. Dies wird die Einbindung neuer sauberer Stromquellen wie Windenergie erleichtern."

Microsoft will Rechenzentren mit Ökostrom versorgen

Nach Inbetriebnahme des neuen Windprojektes, werden die weltweiten Kapazitäten von Microsoft im Bereich erneuerbare Energieprojekte für die Direktbeschaffung fast 600 MW betragen. 2016 hat sich Microsoft dazu verpflichtet, seine Rechenzentren mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen und in den Gemeinden, in denen das Unternehmen ansässig ist, neue regenerative Energieprojekte in Betrieb zu nehmen.

© IWR, 2017


10.10.2017