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Solarverband: PV-Potenziale auf Industrie- und Gewerbehallen oft ungenutzt

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Berlin - Im hessischen Dieburg ist jetzt eine Photovoltaik-Anlage auf einer Gewerbehallte in Betrieb gegangen, die als erste Dachanlage in den Auktionen für große Solarstromanlagen den Zuschlag erhalten hat. Die Anlage mit einer Leistung von 6,4 Megawatt soll auf einer Logistikhalle mehr als sechs Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen.

Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft könnten unter veränderten politischen Rahmenbedingungen allerdings deutlich mehr Dachbrachen auf Industrie- und Gewerbehallen für Energiewende und Klimaschutz genutzt werden.

„In vielen deutschen Kommunen gibt es Gewerbe- und Industriehallen, deren Dächer noch nicht für die Solarstromerzeugung genutzt werden“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). „Auf diesen Dachbrachen könnte Solarstrom im Gegenwert zahlreicher fossil betriebener Kraftwerksblöcke erzeugt werden, den wir zur Erreichung der Klimaziele dringend benötigen.“ Dafür brauche es allerdings einen einfacheren und fairen Rechtsrahmen und Investitionssicherheit, so der BSW.

Photovoltaikanlagen ab einer Leistung von 0,75 Megawatt werden nur dann unterstützt, wenn sie an einer Auktion teilnehmen und den Solarstrom nicht selbst verbrauchen. Nach BSW-Angaben haben Solardächer aufgrund konstruktionsbedingter Mehrkosten und einem Selbstversorgerverbot im Wettbewerb mit ebenerdig errichteten Solarkraftwerken i.d.R. allerdings nur sehr geringe Chancen in den Auktionen.

© IWR, 2019

09.07.2019