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EU-Energiewende: Gigantisches Stromkabel verbindet Großbritannien mit Norwegen

London - Norwegen entwickelt sich in Europa zur Stromspeicher-Nation. Nach der Stromkabelverbindung zwischen Norwegen und Deutschland entsteht zwischen Norwegen und Großbritannien die weltgrößte Seekabelverbindung. Das gab die britische Regierung bekannt.

Norwegen verfügt mit seinen Seen über ein gewaltiges Wasserkraft-Potenzial, sowohl zur Speicherung als auch zur Erzeugung von Energie. Mit der Genehmigung einer weiteren internationalen Verbindung zwischen Norwegen und Großbritannien wird das skandinavische Land immer mehr zu einem der Strom-Drehkreuze und zur Energiewende-Batterie in Europa.

Großbritannien: Investitionsentscheidung steht noch aus
Wie die britische Regierung bekanntgab, hat Norwegen die Lizenz für den Bau einer Untersehverbindung zwischen den beiden Ländern vergeben. Das Stromkabel mit dem Namen NSN wird das britische mit dem norwegischen Stromnetz verbinden und so die Versorgungssicherheit auf beiden Seiten erhöhen. Die endgültige Investitionsentscheidung über NSN soll im Frühjahr 2015 fallen.
Der britische Energieminister Ed Davey sieht darin Vorteile für das Klima und die Verbraucher in beiden Ländern. "Das neue Kabel wird es Großbritannien erlauben, große Mengen sauberen grünen Stroms aus Wasserkraft zu importieren und unsere Wind- und Solarenergie zu speichern. Das wird unsere Versorgungssicherheit stärken und die Strompreise niedrig halten."

Deutschland: Nord.Link soll 2018 kommen
Kurz zuvor hatte Norwegen bereits einer neuen Untersehverbindung mit Deutschland zugestimmt. Die Regierung vergab die entsprechende Lizenz für das Projekt Nord.Link. Die 623 km lange Gleichstrom-Verbindung soll 2018/19 fertiggestellt werden und über eine Übertragungskapazität von 1.400 MW verfügen.
Wirtschaftsminister Gabriel begrüßte die Lizenzvergabe der norwegischen Regierung. "Mit dieser ersten direkten Verbindung zwischen unseren beiden Strommärkten schlagen wir ein weiteres Kapitel deutsch-norwegischer Zusammenarbeit auf. Nord.Link wird zu mehr Versorgungssicherheit auf beiden Seiten beitragen. Denn diese Verbindung ermöglicht den Austausch erneuerbarer Energien - insbesondere von Wasserkraft und Windkraft."

Norwegen: Stromdrehkreuz und Speichernation
Norwegen ist bereits heute das Zentrum des skandinavischen Stromhandels. An der norwegischen Strombörse Nord Pool Spot wird der Strom der skandinavischen Länder sowie des Baltikums und teilweise Großbritanniens gehandelt. Mit der Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen, Großbritannien und Norwegen sowie der Verbindung zu den skandinavischen Ländern stärkt Norwegen seine Position auf dem europäischen Strommarkt.

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Zu den IWR-News zum Thema Wasserkraft:
© IWR, 2014

17.10.2014

 



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